Der „Goldene Schnitt“
Warum empfinden wir das Verhältnis 3:5 als schön?
Der Goldene Schnitt (lat. sectio aurea) oder die göttliche Teilung (lat. proportio divina) bestimmt wie sich zwei Zahlen oder meist auch Größen zueinander verhalten.
Nutzen für Architektur und Gestaltung

Der Goldene Schnitt wird oft in der Architektur und Kunst verwendet, da er als ideales Schönheitsbild dient. Dies wiederum lässt sich dadurch erklären, dass der Mensch alles was im Verhältnis 3:5 bzw. im Fall des sectio aurea 1:1,618 steht als natürlich erachtet und daher für schön und ansprechend empfindet.
Diese ideale Proportion – den Goldenen Schnitt – kann wie folgt verstanden werden:
„Zwei Strecken stehen im Verhältnis des Goldenen Schnittes, wenn sich die größere (Major) zur kleineren (Minor) Strecke verhält wie die Summe aus beiden zur größeren.“

Beispiele aus der Geschichte:
Viele große Meister ihrer Zeit beschäftigten sich mit dem goldenen Schnitt. Hier wären Hippasos von Metapont (um 450 v.Chr.) - der vermutlich der Entdecker war - , Euklid (ca. 300 v.Chr.) - der auf proportio divina im Pentagramm stieß - , Leonardo da Pisa gen. Fibonacci - (in Liber abaci, 1202) der sie ebenso in seiner weltberühmte Zahlenfolge erkannte - und Luca pacioli di Borgo San Sepolcro (1445-1514) – ein Franziskanermönch der sich mit Euklids Arbeiten beschäftigte und die Bezeichnung göttliche Teilung erfand – zu nennen. Erst 1835 wurde die Bezeichnung „Goldener Schnitt“ und „sectio aurea“ zum ersten Mal in einem Lehrbuch der Mathematik von Martin Ohm (1792-1872) genannt.
Man kann zahlreiche Beispiele in Kunst und Architektur aufzählen die nach der proportio divina angefertigt sind, oder eine solche aufweisen. Allerdings gibt es keine Beweise wonach die göttliche Teilung absichtlich und mit dem Wissen das es sich hierbei um diesen handelt bzw. aus Unwissenheit verwendet wurde. Aber nun einige bekannte Beispiele:
In der Architektur gäbe es hier beispielsweise den Dom in Florenz, die Notre Dame de Paris.
In der Kunst wären da z.B. der Apollo von Belvedere, oder bei den Gemälden Werken von Raffael, Leonardo da Vinci oder Dürers Selbstbildnis von 1500.
Immer wieder trifft man auf diese perfekte Proportion und heute ist es wirklich schwer sie sich wegzudenken. Viele Künstler und Architekten, Fotografen und andere richten sich nach diesen Maßen und erwecken somit das Gefallen des Betrachters. Eine einfache aber doch wirkungsvolle Methode die sich schon seit Jahrhunderten bewährt hat.
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